Der Saisonauftakt in Neukölln ging (beinahe) in die Hose……..

wobei sich das „beinahe“ bis zu 76. Minute immer mehr zur bösen Gewissheit entwickeln sollte.

In dem Wissen, dass wir in der Vergangenheit 6 Mal gegeneinander gespielt und davon 5 Mal gewonnen und lediglich 1 Mal, auch in der Silbersteinstr., das Nachsehen hatten,  trafen wir uns erwartungsfroh in der Silbersteinstr. beim NSF Neukölln um uns die drei Punkte für den Aufstieg abzuholen.

Wer  das Geläuf dort kennt weiß, dass das nicht so wirklich was für unsere Truppe ist: ziemlich lang, ziemlich breit und ziemlich rasig. Zudem war das auch noch ein hoher, stumpfer Rasen den unsere Filigrantechniker nicht unbedingt so mögen.

Das Spielchen ging dann auch entsprechend verhaltend los, wobei erstaunlicher Weise die Platzherren  uns das Spielen überließen.

Zumindest bis zur 10 Min., als sie sich eine Ecke „eroberten“. Die erste Ecke konnte unsere Defensivabteilung noch übers Tor ins Aus befördern. Bei der darauffolgenden Ecke war es nicht so ganz ersichtlich, warum ein von drei unserer Spieler, zuzüglich unseres Torwartes, umringter Neuköllner die Pille in unser Netz versenken konnte.

Aber, was soll´s, auch wir bekamen unsere Chancen:

  1. Min. super Angriff über Patte (Patrick Ehm)-Sven Schmidtke und Michel Dowall, Abschluss, leider daneben. 31.Min. Strammer Schuss von Patte Ehm, Latte, Nachschuss- daneben. 43. Min. Thomas Sander- daneben (lächeln meinte der NSF-Trainer, dass das Tor wohl nicht unser Freund sei).

Und er schien recht zu behalten. Auch in der zweiten Spielhälfte hatten wir die Neuköllner im Griff, aber leider liefen unsere Abschlüsse immer wieder ins Leere.

´N bisschen Pech war dann auch noch dabei. In der 65. Min. nachdem wir wieder einmal ein Ding daneben gesetzt hatten, pflegte der Schiri mit einigen Neuköllnern und auch unserer Spieler ein kleines „Pläuschchen“ in der Neuköllner Spielhälfte. Der NSF-Torwart war wohl sauer weil er nicht mitreden durfte, hämmerte das Spielgerät nach vorne, kam auch tatsächlich weit in unsere Spielhälfte in der sich Mutter Seelen allein drei Neuköllner aufhielten. Verwundert und in Erwartung eines Pfiffes, der nicht kam, nahmen sie das Geschenk an und freuten sich über ein 2:0 (65.Min).

Wir nicht so. Es wurde infolge des krassen Schiri Blackout  etwas laut und hektisch und unkonzentriert, was dann in ein 3:0 (68.Min) für Neukölln endete.

Damit schien, zumindest aus Neuköllner Sicht, der Drops gelutscht zu sein und verlegten sich mehr und mehr mit zulässigen Mitteln aufs Zeitspiel.

Mit dem folgenden Hin- und Heerwechseln brachten sie aber nur ihre eigenen Spieler durcheinander, bestraft wurde es mit einem, endlich einmal gelungenem Abschluss, Tommi Sander und die Mannschaft freuten sich über ein 1:3 (76.Min.)

Jetzt waren wir endlich am Drücker! In der 80. Minute, nach einem Freistoß durch Nico Hentschel auf Seluk Celik, 2:3………  Jetzt war nur noch eine Mannschaft am Spielen und das war nicht Neukölln. Irgendwie reichte es dann Musti (Mustafa Findik) und haute das Ding aus 30 Meter (wie damals Ballack) unhaltbar in Gegners Netz.

Durch die vorangegangener Trödelei und Spielverzögerung der Neuköllner ließ der Schiri 4 Minuten nachspielen, zumindest zeigte er es so an.

Das war das Zeichen, es nicht beim Unentschieden bleiben zu lassen. Da die Zeit ja nun wirklich drängte und jeder Angriff der letzte sein könnte, nahm sich Schmitti, Sven Schmidtke, ein Herz, flankte genau in Richtung Thomas Sander. Vielleicht etwas zu hoch, also blieb Herrn Sander nichts weiter übrig, als die Murmel mit einem gekonnten Fallrückzieher zum 4:3 aus Staakener Sicht ins Tor zu zirkeln.

Kurz darauf kam der Abpfiff und beide Mannschaften waren froh: wir, weil wir die drei Punkte gegen den Abstieg nun „im Sack“ hatten und die Neuköllner, weil sie mit nur einem Tor unterschied verloren.

Diese Beiträge könnten auch für dich interessant sein...